Willkommen bei den Spirituellen-Psychiatrie-Erfahrenen des Bundesverbands Psychiatrie Erfahrener.Wir sind eine Arbeitsgruppe,die sich auf der BPE Tagung in Kassel 2015 gegründet hat für Spirituelle Themen im BPE e.V.

Themen in unserer Arbeitsgruppe unter anderen angesprochen:

Wie helfen mir die Religionen ,Anti-Psychiatrie,Pillen, Deutungen unser (spirituellen)Krisen,Meditation ,Sehnsucht und Stille,welchen Weg? Können Psychoseinhalte "Schatten" unseres Egos sein, was will angeschaut werden in uns, was wollen diese uns sagen? Brauchen wir nur Bewegung und Ruhe? Fett durch die Medikamente und Meditieren ,wie kann ich gesund abnehmen ,ohne Hunger und ohne in eine Krise zu geraten? Was soll ich tun, um mit dieser Welt klarzukommen, was geschieht zur Zeit auf unseren Planeten? Was ist meine Berufung,was sind meine Talente ,Neigungen, Fähigkeiten, Interessen?Was kann ich noch, trotz  oder gerade wegen eine psychiatrischen Diagnose ? Wie kann ich noch glücklich werden?

Wir wollen unseren eigenen Weg finden, um Spiritualität zu leben,gerne mit Hilfe von Menschen, die den Weg uns voraus sind. Viele von uns haben gewisse spirituelle Erfahrungen gesammelt und wir wollen uns darüber austauschen,wir sind uns auch den Untiefen bewusst, die dieser Weg auch nun mal haben kann.

Als erstes möchte ich ihnen sagen, das gerade Menschen mit seelischen Erschütterungen einen Zugang zu Spiritualität entwickeln können, es sei jetzt dahingestellt, was genau das für eine Krise gewesen ist und wie diese psychiatrisch einzuordnen ist. Doch da haben wir schon ein Problem: die Psychiatrische Sprache kann Spirituelle Erfahrungen in ihrer Beschränktheit nicht fassen, da sie ihre Diagnosen nur auf die Symptome bezieht und dann ein Urteil=die Diagnose stellt. Wir können nicht urteilen, oder, laut Jesus übersetzte Worte in der Bibel, sollen nicht urteilen, wir haben nun mal keinen objektiven Blick über die Gesamtheit. Erst recht nicht ein Psychiater, welcher nur 5-15 Minuten Zeit hat, ein Urteil zu fällen und die Diagnose sogar  teilweise über die Erzählungen der Angehörigen fällt. Der Phantasie des Psychiaters sind keine Grenzen gesetzt, so der Hochstapler Gerhard Postel, welche sich eine um psychiatrische Oberarztstelle beworben hat  und diese auch bekommen hat und einige Zeit praktiziert hat. Ein Auszug aus meiner Geschichte: „Claus Wefing flog als Jesus Christus nach Sri Lanka und kam als Buddha zurück und landete in der Lippischen Nervenklinik.“ Ich habe überhaupt nicht mit den Ärzten über so etwas gesprochen, sondern nur gesagt, dass ich Urlaub in Sri Lanka gemacht habe und etwas drauf bin  durch die vielen Eindrücke.   (lesen sie sich den Satz mal richtig durch, dieser ist nicht nur zynisch, sondern auch völlig bekloppt).  Oder: „Das dem Patient das rechte Bein weh tut, ist psychotisch. „dass mir das rechte Bein wehtat, weil das linke gebrochen war und ich das rechte beim Stehen  überlastet habe, darauf kam die Psychiatrie nicht. Deswegen behaupte ich, dass Psychiatrie keine Wissenschaft ist! Vielleicht bin ich jetzt auch nicht objektiv und urteile aufgrund meiner schlechten Erfahrungen, doch ich höre so etwas nicht nur bei mir.

Nun, zurück mit Menschen mit  Seelischen Erschütterungen ,hier aus meiner eigenen Erfahrung. Natürlich können Menschen mit Psychotischen Vorgeschichten „drauf kommen“ wenn sie spirituelle Übungen praktizieren. Da ist die Frage, was kann einen Menschen gut tun in dieser Situation, was danach. Mit spirituellen Übungen meine ich Qui Gong, Thai Chi, Meditation usw. Da sehe ich einen Mangel an Menschen, die Menschen in Krisen beistehen können und zwar sehr engmaschig. Es gibt mittlerweile Experten aus Erfahrung, sogenannte Ex –in ler, also Menschen, die bestimmte seelische Krisen kennen und daraus wieder raus gekommen sind und eine Ausbildung als Genesungs- Begleiter absolviert haben. Vielleicht hat da neue Bundesteilhabe Gesetz mit dem Peer Councelling da eine Lücke geschlossen. Dr. Alexander Poraj, Zen Meister aus Würzburg behauptet,  ,das Menschen mit bestimmten psychischen Erkrankungen oftmals  kein stabiles „Ich „entwickeln können und wären in bestimmten Situationen eben nicht präsent ,sondern werden mit Bildern und Gefühlen derat  überflutet, das sie ihre Orientierung und Handlungsfähigkeit verlieren., was zu erheblichen Problemen mit sich selbst und ihrer Umgebung verursachen kann. Ich wollte das mal erwähnen.

 

Was Menschen in Seelischen Krisen gut tun kann, müssen diese, vielleicht mit Unterstützung, selbst rausfinden. Ich grenze da hier mal etwas ein: Bewegung und Ruhe. Als erstes: Sport! Selbst dieses kann eine spirituelle Übung an Anfang sein. Einer meiner ersten regelmäßigen  Übung, ohne zu erkennen, dass dies auch eine spirituelle Übung sein kann, war ein Ergometer. Durch die nicht zu schnelle Bewegung auf dem Ergometer zu einen bestimmten Puls kam ich  irgendwann in den Flow. Das bescherte mir wieder Glücksgefühle und nebenbei einen gesunden Kreislauf und ein ruhigeres Gemüt durch die Bewegung. Selbst der Dalia Lama rezitiert Mantren auf seinem Laufband. Dann sollte der Unterstützer oder der Mensch mit Krisenerfahrung mal schauen, ob ihm auch Ruhe, wie am Anfang ein kurzer Body Scan, autogenes Training gut tun kann.  Wenn die Person auch stabil ist, warum nicht auch Thai chi und Qui Gong, das da viele Kräfte harmonisiert werden können, da bin ich sicher. Doch dazu einen Satz von Maslow: Der Psychotiker und Mystiker schwimmen beide im Unbewussten, der Mystiker kann schwimmen, der Psychotiker geht unter. Anders gesagt, der Psychotiker ist auf einmal Kapitän eines Schiffes und weiß gar nicht, wie er das steuern soll  und ist überwältigt von seinen Gefühlen, Emotionen und Eindrücken ,der Mystiker hat das im Griff, doch auch die haben ihre Wahnvorstellungen…dazu finde ich , ist es hilfreich ,wenn man therapeutisch das „Ich „ des krisenerschütterten Menschen stärkt

Zu meiner eigenen Geschichte und die Erfahrung mit anderen Menschen in seelischen Krisen erst zu mir. Ich hatte als Sechsjähriger auf dem Schulhof in einer Pütze eine Gideon Bibel gefunden und hatte dabei eine tiefe spirituelle Erfahrung. Eine ähnliche Erfahrung  hatte ich wieder, als ich meinen Rektor ansprach, dass ich da etwas gefunden habe und ob ich das behalten kann, als er das sah.  Wie ich mich da verbunden fühlte, selbst mit meinen Mitschülern, die mich hänselten, das entschädigte mich für meine schwere Zeit in der Grundschule. In der Jugendzeit hatte ich wieder  eine tiefe Erfahrung ,als ich ganz am Boden zerstört war, als ich erkannte ,wie grausam die Liebe sein kann und wie weh das tun kann und erkannt habe , was am Grund der Seele meines Bodens ist. Da hörte ich auch zum ersten Mal eine Stimme, die so liebevoll war und diese auch nicht eingrenzen will in Engel, Gott o.ä. Sie war einfach da.

Dann driftete ich etwas ab und aufgrund meiner gescheiterten Beziehung hatte ich dann eine seelische Krise, die 10 Jahre lang anhielt. Dabei beschäftigte ich mich schon mit dem Zen Buddhismus und vor allen mit dem Yin und Yang Symbol. Hier fehlten mir klare Interpretationen und auch Zitate aus der Bibel legte ich verzerrt aus und wurde so verrückt. Hier wäre es gut gewesen, das ich jemanden an der Seite hätte, welcher mir zum Teil Mystische Schriften klar und verständlich erklärt hätte und zwar nicht fundamental, sondern entweder theologisch und intellektuell und zusätzlich mystisch. Doch das können heute viele Theologen nicht vollständig und auch öfters  im Beigeschmack des Machtverhaltes der Instution Kirche. Nun, ich meldete mich zu einen Thai Chi Kurs an und merkte auf einmal, was da für Kräfte in mir schlummern. Diese konnte ich nicht mehr kontrollieren und wollte mich  freiwillig einweisen lassen, doch die Polizei erkannte nicht den Notstand, dass ich das ernst meinte, dass ich gleich meinen Verstand verliere. Ich sollte erst was anstellen, was ich dann tat, ich ging in eine Kur- Klinik und riss ein Bild von der Wand, somit hatte die Polizei einen Grund. Was die Psychiatrie draus gemacht hatte, war 6 Wochen Beschluss auf engsten Raum unter Menschen mit schweren unterschiedlichen seelischen Krisen unter Aufsicht eines Chefarztes, welcher für die Stasi gearbeitet hat und unter einen Oberarzt, welcher keine andere Meinung zu lies als seine, welcher später auch Chefarzt wurde. Ich war nach 2 Tagen wieder klar im Kopf doch dort wurde ich nun für 6 Wochen festgehalten und einmal per Zwang niedergespritzt, weil ich nach Hause wollte. Dort unter all diesem Leid machte ich meine tiefste Spirituelle langanhaltendste Erfahrung, weil ich da wirklich alles aufgegeben hatte, oder besser gesagt, alles losgelassen habe, selbst  mein Leben. Ich dachte wirklich, da komme ich nicht mehr lebend raus. Ich weiß , dass ich schon durch eine Psychose hatte und diese psychiatrisch auch richtig eingeordnet  wurde, aber wie ich schon gesagt habe , sind die Urteile der Psychiatrie nur auf die Symptome bezogen und gehen nicht in die Tiefe. Das Spirituelle lässt sich nun mal nicht in Worte fassen. Erst durch die traumatischen Erfahrungen in der Psychiatrie verschlimmerte sich meine Symptomatik. Die Psychiatrie ignorierte meine Sehnsucht nach Stille nicht nur, nein sie deutete dies noch als Erkrankung Symptom ein. Meditieren sie Bloß nicht, dann werden sie wieder krank! Am 31.10.2009 war die Sehnsucht so groß, das ich den Göttern in Weiß überhaupt nicht mehr vertraute und in ein Kloster zum Meditieren ging, welcher an diesem Samstag das für einen Tag anbot. Vorher war ich für eine Woche in ein Franziskanerkloster und hatte erkannt, dass es doch noch Orte gibt, wo Menschen nicht als Krank bezeichnet werden, die eine Sehnsucht nach(? )spüren. Nach der Mediation war ich ein anderer Mensch und war glücklich und aus meiner Krise raus, die noch Reste von Traurigkeit hatten.  Dann schloss ich mich einer Gemeinschaft an ,bei dieser ich heute noch bin und der Kontemplationslehrer erkannte, dass ich es ernst meine mit der Spiritualität und wurde sein Schüler bis heute, trotz meiner Diagnose . So etwas ist nicht üblich und er hat da viel Verantwortung übernommen und es freut ihm sehr, was daraus geworden ist.

 

Der Psychotiker und Mystiker, beide schwimmen im Unbewussten, nur der Mystiker kann schwimmen, lass tuns schwimmen lernen!

 

Das Rad der Religionen von Künstlerin Gisela Descher ,München

 auf dem Benediktushof bei Würzburg http://www.benediktushof-holzkirchen.de/

mit dem Ort in Bayern ich mich verbunden fühle.Das Symbol kann einiges kunstvoll erklären.

Wie ist das mit der Diagnose, den Pillen und Meditation?

Kann ich trotz psychiatrischer Diagnose und Sehnsucht nach Stille meditieren und gleichzeitig die Pillen nehmen? Komme ich dann weiter oder hindert mich das auf den Spirituellen Weg?

Was könnte  mir helfen,wenn ich eine gewisse Traurigkeit spüre und gleichzeitig ein Ziehen zu spirituellen Themen?

War das alles Wahnsinn, was ich in der Psychose erfahren habe, oder ist da doch was wahres dran?

Welchen Weg kann ich gehen, um meine Sehnsucht zu stillen?

Was kann mein persönlicher Spiritueller Weg sein und werden? Wo finde ich Gleichgesinnte spirituelle Menschen,vielleicht eine Lehrerin oder Lehrer? Auf was sollte ich achten?

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